Archive for the 'Computer' Category

Hip-Hop über Medienkompetenz – An die Bürger von Konsolien von Jan Delay und Sam Semilia:

24. Juni 2010

Das geht an die Bürger von Konsolien! Lasst die Zeit frei, lasst sie laufen.

Ein wunderbarer, geiler Song von Jan Delay und Sam Semilia, von der zweitbesten deutsche Hip-Hop-Platte „searching for the young soul rebels“ (Die Beste ist „Bambule“ von Jan Delay und den „Absolute Beginners“). Unbedingt laut hören und auch zuhören (der Text steht weiter unten). Am Ende des Liedes singt Udo Lindenberg.

Und wenn ihr selbst jemand kennt, der ähnliche Probleme hat, dann schenkt ihm diese Platte und nehmt ihm seine Geräte ab!

https://i1.wp.com/www.seatwave.com/Filestore/SEASON/IMAGE/jan-delay--disko-no1_001586_2_MainPicture.jpg

Jan Delay – An die Bürger von Konsolien (ft. Sam Semilia)

Das geht an die Bürger von Konsolien! Lasst die Zeit frei, lasst sie laufen.
Denn wir 2 hier aus Mongolien, könnten die ganz gut gebrauchen!

Sie halten sie gefangen und schlagen sie tot, in digitalen Szenarien.
Böse Zungen behaupten sie täten dies, aufgrund minimaler Genitalien.
Für das Volk wird neues Opium gebraucht, der alte Ruhigsteller Religion ist out!
So können alle ihre Zweifel und Ängste, begeistert im erreichen der highscores ertränken!
Sie daddeln und daddeln, kommen Level für Level, gefesselt im Sessel,
dabei Kumpels im Tekken zu battlen.
Wollen unter die Besten der Besten, vergessen zu essen, ham keine Interessen
Außer die Competition zu testen,
das sind die:

Bürger von Konsolien, lasst die Zeit frei, lasst sie laufen.
Denn wir 2 hier aus Mongolien, können die ganz gut gebrauchen!
Die Zeit ist derbe in Not! Bereits vom Aussterben bedroht!
Ihre Mörder sind seelenlose Körper, hängen an den Kabeln,
wie an der Nadel und daddeln!

Ich kenn´n Typen aus der Nachbarschaft den jeder für n looser hält,
doch daheim in seiner Computerwelt ist er´n Superheld.
Macht locker jeden platt und toppt jeden Punktestand,
aber im Alltag bleibt er unbekannt, sein Name ungenannt.
Depressiv, trinkt gleich morgens schon nen Wodka Gorbatschow,
schmeißt dann die Konsole an und wixt sich einen auf Lara Croft!
Einer der, weder Frau, Freunde noch Familie hat, und alle Erfolge
Im Leben gesaved auf Memory Card.
Verschwendet jeden Tag, weil er ganz allein zu hause hockt,
denn in der Welt da draußen gibt es bei Gefahr kein Pauseknopf!
Und wenn ihr selbst jemand kennt, der ähnliche Probleme hat,
dann schenkt ihm diese Platte und nehmt ihm seine Geräte ab!

Und darum geht das an die:

Bürger von Konsolien…

Und wir singen dies´ Lied, bis es jeder hier versteht!
Es wird Zeit dass ihr euer Leben lebt!
Denn ich kann nicht nur daneben stehen, zusehen wie
Alle falsche Wege wählen, sich alles nur noch um Geräte
Dreht, während die Welt untergeht!!!!!

(Text: Jan Eißfeldt, Samuel Sorge
Riddim: sam ragga band
Sampled&edited: Jan Delay, Platin Mardin
Vocals: Jan Delay, Sam Semilia
Background Vocals: Brooke Russel
Bläser: the jonny blazers

Quelle der Lyrics: Magistrix

Wikipedia-Artikel zu Jan Delay

Der Rest der Platte ist auch ausgezeichnet, hier die Tracklist (bei 11. „die, sonne, die scheint“ wird meine Anlage von ganz alleine laut, ich muss nur noch die Fenster schliessen, zum geniessen):

Rückseite von "searching for the jan soul rebels"

Hier die Version von der CD:

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Wieviel Ballerspiel verträgt mein Kind? Medienkompetenz-Seminar mit Andreas Gohlke in Darmstadt, 26. Juni 2010

22. Juni 2010

Klingt sehr interessant, ich habe mich angemeldet:

Der Mediensuchtexperte Andreas Gohlke gibt Tipps und beantwortet drängende Fragen. ,,Medienkompetenz für Eltern“ heißt das Seminar am Samstag (26. Juni 2010) von 10 bis 16 Uhr in der Bessunger Knabenschule, in Ludwigshöhstraße 42 in Darmstadt. Kosten: 60.-€/Person, Anmeldung bei Andreas Gohlke unter der Rufnummer: 0151 10704650 oder per E-Mail: gohlke@mediensucht-escape.de

Andreas Gohlke (Dipl. Sozialarbeiter)

Mediensuchtexperte Andreas Gohlke

Der Reiz von Ballerspielen, die Attraktivität des Chattens, die Folgekosten des Erwerbs einer Spielekonsole oder die Frage, was sich mit ihr alles anstellen lässt – nämlich zum Beispiel im Internet surfen, dies sind Themen, die der Mediensuchtexperte Andreas Gohlke am 26. Juni bei einem Elternseminar in der Knabenschule anschneiden möchte. Es ist ein neues Angebot in Darmstadt. Diplom-Sozialarbeiter Andreas Gohlke gibt seit Jahren Elternabende zum Komplex Kinder und elektronische Medien. Seiner Erfahrung nach bleiben dort viele Fragen unbeantwortet, weil die Zeit fehlt. Diese Zeit soll es in dem sechsstündigen Seminar nun geben. Es richtet sich nicht nur an Eltern, ,,die sich informieren wollen, aber keinen unmittelbaren Zugang haben“, wie er sagt. Sondern auch an solche mit konkreten Fragen – ,,Wieviel Medienzeit verträgt mein Kind?“ – oder mit konkreten Befürchtungen.Ballerspiele etwa haben für Erwachsene einen kriegerischen Hintergrund, sagt Gohlke, der ein Programm für mediensüchtige Jugendliche entwickelt hat. ,,Für Jugendliche ist es dagegen ein Wettbewerb und Zeitvertreib.“ Deswegen mache es keinen Sinn, diese Spiele generell zu verteufeln. Eltern sollten vielmehr verstehen lernen, wie ihre Kinder sie erleben. ,,Das heißt nicht, dass man es gut finden muss“, betont Gohlke, ,,aber es schützt vor sinnlosen Verboten.“Letztlich gehe es immer auch darum, dass Kinder lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen. Und Eltern erkennen, wo die Fähigkeiten und Grenzen ihrer Kinder liegen, ihnen Regeln setzen und ihre Selbstständigkeit fördern. Dazu gehört Kommunikation. ,,Die ist oft dort das Problem, wo es mit Computerspielen Schwierigkeiten gibt“, sagt der Medienpädagoge. In Familien, in denen jeder vor sich hin wurstele, die Kinder Fernseher, Computer und Spielekonsolen in ihren eigenen Zimmern stehen hätten und dort auch noch das Essen hineingetragen kriegen, bestehe die ,,Gefahr der sozialen Verarmung“. Wenn da was schiefläuft, ,,kriegt das erstmal keiner mit“.Je besser die Informationsbasis der Eltern, desto leichter sei es für sie, mit ihren Kindern in Kontakt zu bleiben, sagt Gohlke. Und oft genüge ein Blick über den Tellerrand, um zu sehen, ,,wieviel Möglichkeiten es gibt, sich handlungsfähig zu machen“.

Quelle: Darmstädter Echo

Am 27. März war schon einmal ein Bericht über einen Vortrag von Andreas Gohlke im Darmstädter Echo:

Nicht gängeln – erziehen

Computerspiele: Ein Eltern-Infoabend beschäftigt sich mit der ,,Generation zwischen Ballerspiel und Hausaufgaben“

Nächte vor dem Computer und Diskussionen, wie lange im Internet gesurft werden darf, sie prägen so manches Familienleben. ,,Ich bin ein Freund von Grenzen und Regeln“, sagte am Donnerstag der Mediensuchtberater Andreas Gohlke in der Justus-Liebig-Schule: ,,Ich will nicht gängeln, aber erziehen.“ ,,Generation Internet – Zwischen Ballerspiel und Hausaufgaben“, war das Thema, zu dem die Lio-Schulsozialarbeit den Mühltaler Berater Gohlke eingeladen hatte. Teilweise gebe es Menschen, die in der virtuellen Welt ,,World of Warcraft“ wöchentlich 100 Stunden spielten, schilderte der Sozialarbeiter den 35 Eltern die Situation. Eltern, die selbst nur wenige Computerspiele spielen, wie eine kleine Abstimmung am Anfang offenbart hatte. ,,Was haben die Spielbetreiber davon, dass sich Spieler so ins Verderben stürzen?“, fragte ein Vater. ,,Die Nutzer zahlen pro Monat zirka 13 Euro“, beschrieb Gohlke die wirtschaftliche Komponente. 2008 gab es weltweit 11,5 Millionen ,,World of Warcraft“-Spieler.

,,Die Spiele sind so aufgebaut, dass sie einladen, sich ins Spiel zu vertiefen“, schildert der Sozialarbeiter den Eltern das attraktive Spielkonzept. Stetig habe man kleine Erfolge, stetig verbessere sich die Figur. Um später hoch-stufige Gegner zu besiegen, müssten sich die Spieler in immer größeren Gruppen verbünden. ,,Da sitzen dann 80 Leute auf der Welt, die zusammen spielen.“,,Unsere Kinder werden zu Mördern erzogen“, folgerte ein Vater entsetzt, nachdem der Berater Szenen aus dem inzwischen seit zehn Jahren existierenden Computerspiel ,,Counter-Strike“ gezeigt hatte. Im Spiel treten zwei Teams mit je fünf Spielern (Terroristen gegen Antiterroreinheit) online gegeneinander an. Jeder Spieler sieht die Spielwelt aus der Ich-Perspektive. Schwerpunkt ist eigentlich der taktische Kampf, bei dem allerdings auch Gewalt deutlich dargestellt werden kann. ,,Counter-Strike“ wird inzwischen sogar in einer Bundesliga gespielt. Der Sozialarbeiter riet den Eltern sich dafür zu interessieren, was ihre Kinder im Internet machen, welche Spiele sie spielen. ,,Gehen Sie nach Ihrem Gefühl. Beobachten Sie.“ Er selbst passe bei seinem elfjährigen Sohn aktiv auf. Unmittelbar nach der Schule am PC zu spielen, lehnt er ab. ,,Erstmal was Ruhiges.“ Wenn sein Sohn fernsehe oder spiele sei er dabei. Insgesamt habe der 90 Minuten pro Tag sogenannte Medienzeit, die nicht auf andere Tage übertragen werden könnten. Zudem habe der Junge nur eingeschränkte Nutzerrechte am PC, die er als Administrator festlege. Gohlke räumt ein, dass das Zeit und manchmal Nerven koste, auch weil ihn einige Teenager-TV-Serien nicht interessieren. Die Eltern sollten sich auch selbst beobachten, betonte der Berater. ,,Wir unterschätzen, wie wir Dinge unseren Kindern vorleben. Die lernen an uns.“

Quelle: Darmstädter Echo

Alles Themen, die mich selbst sehr interessieren, der  nächste Samstag verspricht also ein spannender Tag zu werden.

Baudrillard über warme Computer

29. Mai 2010

Anläßlich eines Streiks in Quebec besetzen die Studenten den Computerraum. Nicht um die vitale Mitte des Imperialismus zu treffen, sondern einfach, weil es Winter ist und das der einzige Ort, wo sie es warm haben, da die Verwalter es nicht riskieren können, den Strom abzuschalten, aus Angst, das Computergedächtnis zu zerstören.

Jean Baudrillard

Quelle des Zitats: Jean Baudrillard, Cool Memories 1980-1985, Matthes & Seitz Verlag, München 1989, S. 107. Das Buch ist zur Zeit vergriffen, bei ZVAB gbt es noch drei Exemplare.

Dazu ist auch Joseph Weizenbaum interessant:

Der Computer hat damals die Bibliothek geheizt. Man ist nicht zum Computer gegangen, sondern in den Computer.

Das flitzen Elektronen rum, das sind keine Golfbälle, aber da bewegt sich was. Computer müssen immer noch gekühlt werden, es bewegt sich was, das erzeugt Hitze, keine Golfbälle aber es bewegt sich. Auch der Desktop-Computer muss noch gekühlt werden.

Quelle: CD-Rom „Krieg ist der Feind – Die Verantwortung des Wissenschaftlers“, Aufnahme eines Gespräches mit Joseph Weizenbaum am 18. Juni 2003, erschienen im Hörbuchverlag suppose

Tips für Bildschirmarbeiter

28. Mai 2010

Kurz vorm Wochenende habe ich einen wunderschönen medienkompetenten Hinweis auf einer Website von 1996 mit dem Titel „Tips für Bildschirmarbeiter“ gefunden:

Gehen Sie niemals nervös oder unausgeschlafen oder krank an einen PC!

Computer übernehmen die Herrschaft

Weiter heisst es dort: „Ein unbedachter Tastendruck oder Mausklick kann Sie ein Vermögen, eine Abmahnung (oder gar Kündigung) oder viele Arbeitstage kosten !!!“

Das gefällt mir in seiner Schlichtheit.

Quelle: WWW-Homepages von Professoren und Mitarbeitern der Philipps-Universität Marburg

Joseph Weizenbaum (1923 – 2008)

18. Mai 2010

Schon vor einigen Jahren habe ich meinem Sohn eine CD-Rom „Krieg ist der Feind – Die Verantwortung des Wissenschaftlers“ (Aufnahme eines Gespräches mit Joseph Weizenbaum am 18. Juni 2003, erschienen im Hörbuchverlag suppose) geschenkt, weil er Hörbücher mag und weil er bei aller Begeisterung über Kämpfe und Schlachten und Waffen ahnt, dass echter Krieg heute (und früher) viel weniger heroisch ist, als in den Geschichten, Büchern, Filmen und Spielen geschildert.  Nun habe ich angefangen mir das Gespräch mit Joseph Weizenbaum anzuhören, bin begeistert und hier einige Notizen zu diesem wunderschönen, humorvollen Monolog eines interessanten und sympathischen Menschen:

https://i1.wp.com/www.virtosphere.de/schillo/teaching/WS2001/Photos/Weizenbaum.jpg

Weizenbaum wollte Kryptologie machen, durfte nicht, hat dann Meteorologie gemacht.

Der Computer hat damals die Bibliothek geheizt. Man ist nicht zum Computer gegangen, sondern in den Computer.

Fast alle der Pionier-Programmierer waren Frauen.

Das flitzen Elektronen rum, das sind keine Golfbälle, aber da bewegt sich was. Computer müssen immer noch gekühlt werden, es bewegt sich was, das erzeugt Hitze, keine Golfbälle aber es bewegt sich. Auch der Desktop-Computer muss noch gekühlt werden.

Es hat eine Verschmelzung gegeben von Computer und Kommunikation. Mit allem, womit wir kommunizieren, hat der Computer zu tun. Kurze Geschichte des Computers in den letzten 150 Jahren.

Alles was wir nicht verstehen, scheint uns Zauberei. Seine Tochter Miriam fragte zu einem Zaubertrick, den er seinen Kindern vorführte: „Ist das Zauber oder muss man einfach intelligent sein?“.

Zu erklären, bedeutet, es weg zu erklären.

Anfänge und Definition der künstlichen Intelligenz. Wahrscheinlich wird es nie möglich sein, Computer Ping-Pong spielen zu lassen.  Oder es wäre theoretisch möglich, aber viel zu teuer und aufwändig.

Das Wort „eigentlich“ als Parallele zu dem Radio Eriwan-Witz-Anfang: „Im Prinzip ja – Aber!“

Der Computer hat keine Sehnsucht nach dem Strom.

Die Sozialisation eines Computers ist ganz anders als die Sozialisation eines Menschen.

Scham oder eine Notwendigkeit zu Arbeiten (was auch immer das bedeutet) – sowas hat der Computer nicht, darin liegt der Unterschied zwischen Mensch und Maschine.

Was passiert bei einem Menschen, wenn er eine Hand auf der Schulter spürt? Da passiert etwas, was ein Computer nicht kann.

Autonome Maschinen, Sonnenuhr und Motorrad. Die Definition des Menschen und der Maschine.

https://i1.wp.com/farm1.static.flickr.com/127/361777845_b0c6964dca.jpg

Und dann habe ich bei Heise-Online entdeckt, dass Joseph Weizenbaum vor einigen Jahren (am 18.10.2005) für einen Vortrag in Darmstadt war:

Joseph Weizenbaum wird gerne als Computerkritiker bezeichnet. Dabei gilt seine Sorge weniger den Computern, als vielmehr den Menschen, die sie kritiklos einsetzen. An der TU Darmstadt versuchte er am gestrigen Dienstagabend dieses Bewusstsein bei angehenden Informatikstudenten zu wecken.

Auf die Frage, was denn zu tun sei, wich Weizenbaum zunächst aus. Schließlich hob er auf die Bildung der Menschen ab. Es sei wichtig, die eigene Sprache möglichst gut zu lernen und zu benutzen. Das beginne in der Familie, in der man möglichst viel und intensiv miteinander sprechen müsse. Nicht ohne Stolz erzählte er, dass eine Tochter einst vorgeschlagen habe, den Geschirrspüler nicht mehr zu nutzen und statt dessen gemeinsam abzuspülen. Die Gesellschaft entwickle eine radikale Einsamkeit: „Man spricht nicht mehr miteinander.“ Die unmittelbare Kommunikation zwischen Menschen sei notwendig und durch nichts zu ersetzen. Und dazu gehöre eine möglichst gute Beherrschung der Sprache. Sie müsse oberstes Ziel der Ausbildung von Kindern sein.


Im übrigen beklagte Weizenbaum die Dummheit der Menschen. Alles, was sie wüssten, wüssten sie aus dem Fernsehen. Da sei es kein Wunder, dass sie sich belügen ließen, ohne die Aussagen ihrer Regierung zu hinterfragen. Das träfe sowohl auf die Amerikaner zu, die man bei der Begründung des Irak-Krieges belogen habe, wie auch auf die Deutschen, die sich hätten erzählen lassen, die Wiedervereinigung wäre kostenlos. Allein der Zugang zu Informationen sei eben nicht ausreichend. Es käme auch darauf an, sie zu hinterfragen.

Im Hörbuch erzählt er auch von Countess Lovelace:

Datei:Ada Lovelace.jpg

Ada Lovelace, auch Ada Augusta Byron oder Ada King, eigentlich Augusta Ada King Byron, Countess of Lovelace (* 10. Dezember 1815 in London; † 27. November 1852 in London) war eine britische Mathematikerin. … Wegen ihrer schriftlichen Kommentare zur mechanischen Rechenmaschine Analytical Engine wird Ada Lovelace als erste Programmiererin – noch vor dem ersten männlichen Kollegen – bezeichnet. Die Programmiersprache Ada wurde nach ihr benannt.

Quelle: Wikipedia

Im Alter von 85 Jahren ist Joe Weizenbaum in Berlin an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Nach einer Chemotherapie hoffte er noch an seinem Geburtstag im Januar, ein schönes Jahr verleben zu können. In einer seiner letzten Mails schrieb der große Kulturkritiker und Mitbegründer der Computer Science:

„Unser Tod ist der letzte Service, den wir der Welt leisten können: würden wir nicht aus dem Weg gehen, würden die uns folgenden Generationen die menschliche Kultur nicht wieder frisch erstellen müssen. Sie würde starr, unveränderlich werden, also sterben. Und mit dem Tod der Kultur würde alles Menschliche auch untergehen.“

Quelle: Heise Online

Wikpidedia-Artikel zu Joseph Weizenbaum

Artikel im Boston Globe anläßlich seines Todes

JOSEPH WEIZENBAUM

Mann, den hätt´ ich gern kennen gelernt!

Zum Abschluss einige schöne Hörbuchtitel, die heute als neu auf der Website des Hörbuchverlags supposé zu finden sind:

neu:
Da fährt mein Zug mit Peter Kurzeck

Die Nacht ist aus Tinte gemacht mit Herta Müller

Feuer-Management für Raumschiff Erde mit J. G. Goldammer

Das Leben der Viren mit Karin Mölling

10 Awesome Vintage Video Games You Can Play Online

18. Mai 2010

Soll ich diesen Beitrag unter „Neue Medien“ kategorisieren, oder sind das schon „Alte Medien“? Ohne Frage bekommt er beides, um das Nachdenken über diese Frage anzuregen:

There’s something about an old video game that does a body good. The 16-color graphics, the 8-bit sound — something about it conjures memories of simpler times, when joysticks seemed larger because our hands were still small, and a dollar seemed like a heck of a lot more money than it does right now.

Allow us to take you on a vintage voyage with a time machine of links, if you will. Here are ten computer and arcade games we all know and love that you can now play online and free of charge. If you’re of a certain age, you probably played these games while waiting for your mom to finish grocery shopping. Or they might have been on your very first video game console. We hope you remember them fondly and enjoy playing them again.


1. Donkey Kong


The original Donkey Kong arcade game is the stuff of legends. A recent documentary about hardcore Kong players, The King of Kong: A Fistful of Quarters, follows a group of dudes who are all competing against one another for the Donkey Kong world record high score. It’s intense stuff. The game they played was the 1981 Nintendo release that features “Jumpman,” the tiny character dodging Kong’s barrels, who would later become, none other than the infamous man in red overalls, Mario (mario).

Mehr davon und Quelle hier.

Neues Spiel von den Samorost-Designern

14. Januar 2010

Wer weiß, wie sehr ich „Samorost“ liebe, wird meine Begeisterung über ein großes, neues Spiel von den tschechischen Designern bei Amanita Design teilen. Es heisst Machinarium, ich habe es noch nicht gespielt, hier aber einige Informationen dazu. Bei Amazon gibt es eine begeisterte, ausführliche Produktbeschreibung, hier ein Auszug:

Das klassische Adventure Machinarium von Amanita Design entführt den Spieler in eine von Robotern bevölkerte Stadt, wo rostiges Metall und seltsame Maschinen die Szenerie bestimmen.


Das klassische Adventure Machinarium entführt Sie in eine von Robotern bevölkerte Welt

Der kleine Roboter Josef findet sich zu Spielbeginn in Einzelteilen auf einem Schrottplatz außerhalb der Stadtmauern wieder. Mit der Hilfe des Spielers setzt er sich wieder zusammen und macht sich auf den Weg zurück in die Stadt, wo er zufällig den Vorbereitungen eines Bombenanschlags auf die Spur kommt. Eine bösartige Roboter-Bruderschaft plant den Turm des Bürgermeisters in der Mitte der Stadt in die Luft zu jagen. Nun ist es an unserem Helden die Tat zu verhindern.

Auf der Seite von mahalo.com, der Firma, wo Jason Calacanis CEO ist (einmal im Leben möchte ich in irgendeiner Firma „CEO“ sein, wirklich!), dessen Polemik „Message To Apple Fanboys And Girls“ ich gestern hier veröffentlicht  habe, gibt es weitere Informationen und Details (vor allem eine komplette Erklärung des Durchgangs auf Englisch):

This is a full walkthrough for the game, Machinarium. In this game, you take the role of a small robot who must find his missing girlfriend while undoing the evil deeds of a robot mob. The game provides no dialogue and the cutscenes are portrayed only through actions. It will provide step-by-step instructions on how to make use of the many items in order to get through the game’s many environmental puzzles.This is a full walkthrough for Machinarium. In this game, you take the role of a small robot who must find his missing girlfriend while undoing the evil deeds of a robot mob. The game provides no dialogue and the cutscenes are portrayed only through actions. It will provide step-by-step instructions on how to make use of the many items in order to get through the game’s many environmental puzzles.

Quelle: www.mahalo.com

RetroGames – die Kultur der elektronischen Videospiele

14. Januar 2010

Der 2002 gegründete Verein RetroGames e.V. möchte die Kultur der elektronischen Videospiele in Deutschland erhalten, fördern und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir sind Liebhaber und Sammler klassischer elektronischer Unterhaltungsgeräte wie Videospielautomaten, Flipper, Heimcomputer und Videospielkonsolen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, alte Unterhaltungsgeräte vor der Verschrottung zu retten, originalgetreu zu restaurieren und in unserer Ausstellung für die Nachwelt zu erhalten. Durch regelmäßige öffentliche Veranstaltungen unseres Vereins soll die Kultur der Videospiele gefördert und deren historischen Anfänge vor dem Vergessen bewahrt werden.  Die Ausstellung von RetroGames e.V. umfasst momentan über 50 originale Videospielautomaten, verschiedene Flipper sowie ein Querschnitt durch 30 Jahre Videospielgeschichte. Die Sammlung wird ständig erweitert und restaurierte Geräte mit erläuternden Hintergrundinformationen im Wechsel ausgestellt. Ergänzt wird das Angebot durch klassische Videospielkonsolen und Homecomputer sowie diverse Print-, Musik- und Filmmaterialien. Im Gegensatz zu klassischen Museen ist bei RetroGames e.V. anfassen ausdrücklich erlaubt: Alle Spiele bei RetroGames e.V. werden von uns spielbereit gehalten und können während unsere Öffnungszeiten kostenlos ausprobiert werden.
RetroGames e.V., Gablonzer Str. 11, 76185 Karlsruhe, E-Mail: info@retrogames.info
http://www.retrogames.info

WOW vs. Spore

7. Oktober 2009

Noch 3 Monate läuft das WOW (World of Warcraft)-Abonnement meines Sohnes (12 Jahre) und jetzt hat er wieder das wunderschöne Computerspiel SPORE (engl. für Spore, ein Begriff aus der Biologie) entdeckt, das uns seinerzeit von unserem bevorzugten Computerspiel-Laden empfohlen wurde. Ich frag ihn aus (er ist nun mal der Fachmann für Computerspiele) über den Unterschied zwischen beiden Spielen, am bemerkenswertesten ist seine Formulierung:

Bei SPORE bin ich Herr über die Zeit.

SPORE ist nun mal ein offline-Computerspiel und WOW (World of Warcraft – Welt der Kriegskunst) ist ein Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game – MMORPG), das Spieler gleichzeitig zusammen über das Internet spielen. Weitere Gründe, der für Spore sprechen:

Spore ist verrückter, ich kann zum Beispiel einer Kreatur Blätter und Stöcke an den Kopf hängen, oder ein Krawatte, einen kleinen italienischen Schnauzer, einen Römerhelm und dann noch einen Zauberhut.

Wikipedia über SPORE
Wikipedia über WOW

Noch etwas Futter für meine Vorbehalte gegen WOW (eben von der Website dort kopiert):

Untote Schurkin, die ihrem Ziel hinterher spurtet

Neue Fankunst: Sexy Schurkin. Heute haben wir Slavists aktuelles Werk, „Sexy Schurkin“, zu unserer Galerie für Fankunst hinzugefügt. Das Bild zeigt eine Untote Schurkin, die ihrem Ziel hinterher spurtet.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: „Das Bild zeigt eine Untote Schurkin, die ihrem Ziel hinterher spurtet“ – wäre fast ein origineller Band-Name.

Wunderschönes Computerspiel: Samorost

17. September 2009

Wer das wirklich wunderschöne Computerspiel Samorost noch nicht kennt, sollte es sich hier angucken, dabei unbedingt die Lautsprecher anmachen. Coole Notiz am Rande: Auf der Kontaktseite der Spiele-Designer steht der entspannte Satz „We don´t accept any commissions currently.“ Klingt für mich wie: „Wir akzeptieren im Moment keinerlei Aufträge.“ Whow. Es gibt auch noch eine Fortsetzung von Samorost.