Archive for the 'Kinder' Category

„Kinder- und Jugend(medien)schutz geht alle an – und keiner sieht hin!“ Vortrag von Kriminalhauptkommissar Uwe Walzel in der Mornewegschule Darmstadt am 8.2.2011

17. Januar 2011

„Kinder- und Jugend(medien)schutz geht alle an – und keiner sieht hin!“ Vortrag von Kriminalhauptkommissar Uwe Walzel (Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Südhessen und zertifizierter Internet-Medien-Coach/IMC) in der Mornewegschule Darmstadt.

Die Verknüpfung der Begriffe Internet, Medien und Gewalt bestimmt immer häufiger die öffentliche Diskussion, beunruhigt und verunsichert Eltern, Lehrerinnen und Lehrer. Einerseits wird von den Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz erwartet, andererseits bestehen große Ängste vor den Folgen der Mediennutzung. Uwe Walzel wird neben polizeilichen und kriminologischen Erkenntnissen auch Bereiche der Neuen Medien vorstellen, die für manche Kinder selbstverständlich, für Eltern aber möglicherweise unbekannte Welten sind.

Termin: Dienstag, 8. Februar 2011 um 20.00 Uhr

Ort: Mensa der Mornewegschule in Darmstadt, Hermannstrasse 21, 64285 Darmstadt

Eintritt frei. Eltern deren Kinder die Mornewegschule nicht besuchen sind selbstverständlich auch eingeladen.

Uwe Walzel kommt auf Einladung des Schulelternbeirats der Mornewegschule Darmstadt.

Website des Schulelternbeirats der Mornewegschule

Website Mornewegschule

Website Polizeipräsidium Südhessen

Danke an M.S. für den Hinweis auf diese Veranstaltung.

Eltern versagen bei Online-Schutz ihrer Kinder

7. September 2009

Eltern versagen bei Online-Schutz ihrer Kinder
Pädophile haben laut britischer Polizei zu leichtes Spiel

Eltern ignorieren Online-Gefahren für ihre Kinder (Foto: ceop.gov.uk)
London/Mainz (pte/07.09.2009/13:45) – Eltern sind der „Schwachpunkt“ beim Schutz der Kinder vor Online-Gefahren wie sexuellen Übergriffen. Diese Ansicht vertritt der für Jugendschutz im Web verantwortliche britische Polizeichef Jim Gamble in einem aktuellen Interview mit der Times. Zu viele Erziehungsberechtigte würden sich hinter „technologischer Ignoranz“ verstecken, anstatt sich mit Ratschlägen auseinander zusetzen, wie sie ihre Kinder entsprechend vor Internet-Bedrohungen schützen könnten. Der Chef des Child Exploitation and Online Protection Centre (CEOP) http://www.ceop.gov.uk kritisiert, dass Eltern zwar viel darüber reden würden, dass die Kinder im Web geschützt werden müssten. De facto würden sie jedoch keineswegs danach handeln, wie es vonseiten der Behörden und Jugendschutz-Gruppen geraten wird.


„Es ist zu einfach zu sagen: Oh, ich kenn mich nicht mit der Technik aus. So viele Erwachsene gehen auch online und buchen zum Beispiel ihren Urlaub dort“, so Gamble. Wenn es allerdings darum gehe, sich damit zu beschäftigen, wie das eigene Kind im Web geschützt werden kann, würden die meisten Leute die zur Verfügung stehenden Informationen nicht entsprechend anwenden. CEOP verzeichnete im vergangenen Jahr rund 2.500 Meldungen über Fälle, in denen Kindern online einer Bedrohung ausgesetzt waren. Dabei kam allerdings etwa die Hälfte davon nicht von Erziehungsberechtigten, sondern von Teenagern unter 18 Jahren. 89 Prozent davon wiederum drehten sich um sexuelle Übergriffe von Pädophilen.


„Oftmals wissen Eltern nicht darüber Bescheid, welche Gefahren für ihre Kinder im Internet lauern können. Deshalb haben wir auch eine Ratgeberreihe gestartet, die Eltern über solche Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen aufklärt“, sagt Thomas Günter, Justiziar bei http://jugendschutz.net, gegenüber pressetext. Dass sexuelle Übergriffe im Netz auf die leichte Schulter genommen werden, glaubt er nicht. „Den Eindruck habe ich in Deutschland generell nicht. Insbesondere die gesetzlichen Änderungen in den letzten Jahren (Stichwort: Änderungen im Sexualstrafrecht und beim Vorgehen gegen sogenannte Posenangebote im Internet) zeigen, dass dies nicht der Fall ist“, so Günter. Das Vorgehen in diesem Bereich sei auch ein Schwerpunkt der erfolgreichen Arbeit von jugendschutz.net.


Wie aus dem aktuellen CEOP-Jahresbericht hervorgeht, werden vor allem Social Networks Schauplatz sexueller Übergriffe auf Minderjährige. Die Bedrohung nimmt außerdem zu, weil Netzwerke, Instant Messaging sowie mobiler Webzugang die Grenzen zwischen Offline- und Online-Welt zunehmend verschwimmen lassen. „Eltern müssen wissen, was hier passiert und wovon die Bedrohung ausgeht. Es geht nicht um Pädophile, die Fotos sammeln, es geht um Sexualstraftäter, die das Web benutzen, um ihre Opfer zu finden“, warnt Gamble. Viele Eltern würden allerdings die Konfrontation mit den Gefahren scheuen und auch keinen Rat suchen, da sie „unfähig seien, sich mit der harten Realität auseinanderzusetzen“.
Quelle: pressetext.de

Deutschland hat eines der strengsten Jugendschutzsysteme

27. August 2009

„Computerspiele: Deutschland hat eines der strengsten Jugendschutzsysteme, Interview mit Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), über den Markt, Ingame-Advertising und Jugendschutz. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) ist die Interessengemeinschaft der Anbieter und Produzenten von Unterhaltungssoftware in Deutschland und steht als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen zur Verfügung.“ http://www.medienhandbuch.de, 27.8.2009, … mehr

Lassen sie sich von Kindern durch Medienwelten führen!

26. August 2009
 „Was raten Sie Eltern zum audiovisuellen Medienkonsum ihrer Kinder?“ Peter Vorderer: „Oft geben Eltern den Versuch, die Medienrealität der Kinder wahrzunehmen und zu verfolgen, zu schnell auf. Das halte ich für einen Fehler. Auch wenn´s schwierig ist: Lassen sie sich von ihren Kindern durch diese Medienwelten führen, versuchen sie teilzuhaben. Sie wissen sonst nicht, in welcher Welt ihr Kind einen Gutteil der Zeit lebt.“
Aus einem Interview mit dem Amsterdamer Sozialwissenschaftler Peter Vorderer im ZEIT-Bildungskanon Nr.
49: Thema „Medien“, 25.9.2008

USK – Altersempfehlungen bei Computerspielen

26. August 2009
„USK (Unterhaltungssoftware SelbstKontrolle): Deutschland hat weltweit die verbindlichsten Regeln bei der Prüfung und beim Verkauf von Computerspielen. Die Alterskennzeichnung von Computerspielen ist eine Aufgabe der Jugendministerien der Länder. Sie bedienen sich der Serviceleistungen der USK als einer international anerkannten Testeinrichtung, die selbst Teil eines freien Trägers der Jugendhilfe ist. „Wikipedia-Artikel zur USK.

PEGI – Altersempfehlungen bei Computerspielen

26. August 2009
Das europaweite System PEGI (Pan-European Game Information) zur Vergabe von Altersempfehlungen wurde eingeführt, um Eltern in Europa beim Kauf von Computerspielen wichtige Informationen zur Hand zu geben. Es trat im Frühjahr 2003 in Kraft und ersetzte verschiedene nationale Altersempfehlungssysteme durch ein einzelnes, das nun in nahezu ganz Europa Anwendung findet. Das System wird von den wichtigsten Spielekonsolenherstellern wie Sony, Microsoft und Nintendo ebenso unterstützt wie von Publishern und Spieleentwicklern in ganz Europa. Entwickelt wurde das System durch die Interactive Software Federation of Europe (ISFE).
„Deutschland – einer der größten Märkte für Videospiele – übernahm das PEGI-System nicht. Statt dessen benutzt man die verbindliche Alterskennzeichnung der USK. Dennoch findet man die PEGI-Klassifizierung oft auf deutschen Produkten, da diese auch für den österreichischen und schweizerischen Markt produziert werden.“ (Zitat aus Wikipedia-Artikel über PEGI)

Freiwillige Selbstkontrolle Filmwirtschaft

26. August 2009
„Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle Filmwirtschaft) führt freiwillige Prüfungen für Filme, Videokassetten und sonstige Bildträger (z.B. DVDs) durch, die in Deutschland für die öffentliche Vorführung bzw. Zugänglichmachung vorgesehen sind. Für die Jugendfreigabe ist eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung erforderlich, die von der FSK im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörden vorgenommen wird. Die FSK befindet sich in der Rechts- und Verwaltungsträgerschaft der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.“

Jugendschützer beklagen mehr Verstöße im Web

26. August 2009
„ONLINE-PORNOGRAFIE – Jugendschützer beklagen mehr Verstöße im Web denn je. Filme von Hinrichtungen, frei zugängliche Pornos oder rechtsradikale Beiträge: Die zentrale Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet hat im vorigen Jahr so viele Fälle erfasst wie nie zuvor“. Zum Artikel auf Spiegel-Online vom 27.8.2008. Dort auch eine Liste: „DIE MITMACH-PLATTFORMEN DES GEMEINSCHAFTSNETZES“

Internetangebote für Vorschulkinder

22. August 2009
my first net – Experten diskutierten über Internetangebote für Vorschulkinder (30.05.2008: Pressemeldung von Hessen Media)

Jugendschutz findet nicht statt

22. August 2009

Mit Hilfe eines einfachen Briefes hat ein deutsches Unternehmen eine auf Deutschland ausgerichtete Porno-Seite abschalten lassen. Den deutschen Jugendschützern war das nicht gelungen: Die Seite ist seit neun Monaten indiziert – und war die ganze Zeit über problemlos zu erreichen.


Der Fall ist komplex, aber eine genaue Analyse lohnt sich, weil der Sachverhalt die Absurdität und Machtlosigkeit der deutschen Jugendschutz-Bemühungen im Web veranschaulicht.

Quelle: Spiegel-Online vom 7.05.2008

Der Autor des Artikels Konrad Lischka macht interessante Sachen, habe mich gerade auf seiner Website verloren beim Stöbern und werde da sicher noch mal öfter gucken, hier seine Selbstbeschreibung:

Konrad Lischka ist Journalist, arbeitet als Redakteur bei Spiegel Online, war von 2004 bis 2007 Redaktionsleiter, dann Chefredakteur des Literaturmagazins bücher und Textchef bei der VVA-Verlagsgruppe. Er hat eine Ausbildung zum Redakteur an der Deutschen Journalistenschule absolviert, war Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung und Frankfurter Rundschau, hat für Medien wie c’t und die Neue Zürcher Zeitung über IT-Themen geschrieben, für die taz aus Bayern berichtet und ein Buch über die Geschichte des Computerspiels im Heise-Verlag veröffentlicht.