Archive for the 'Soziale Netzwerke' Category

Schüler und Lehrer bei Facebook: Die Regeln der Freundschaft

29. November 2011

Mein 14-jähriger Sohn war letztens verwundert darüber, daß einer seiner Lehrer eine Schülerin vor der ganzen Klasse mit ihrem Facebook-Namen anspricht. Daraus ergab sich ein interessantes Gespräch (mit meinem Sohn, nicht mit der Klasse) über Distanz und Nähe und über die Nutzung von Facebook. Regeln dazu gibt es in der Schule natürlich keine. Zu diesem Thema gerade einen Artikel von Markus Böhm bei Spiegel-Online gefunden:

„Peinliche Partyfotos, Lästereien, Liebesschwüre: Sollten Schüler und Lehrer das voneinander sehen? Dürfen sie sich bei Facebook befreunden? Regeln dafür hat kaum eine Schule. Jetzt verraten im SchulSPIEGEL je drei Pädagogen und Jugendliche, was sie online preisgeben – und wer neugieriger ist.“
Hier geht´s zum ganzen Artikel bei Spiegel-Online.

Witzig, daß der besagte Lehrer meines Sohnes in seinem Profil (das, was ich als Nicht-Freund davon sehen kann) unter „Kunst und Unterhaltung“ firmiert. Auch mal eine neue Sicht auf den Lehrerberuf ;-). Und die Band, die ihm gefällt heißt „PinUp“.

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Facebook ist der „Helmut Kohl des Internets“

29. Mai 2010

Facebooks Mark Zuckerberg ist der „Helmut Kohl des Internets“ schreibt Doris Akrap in der TAZ-Rubrik „Leuchten des Internets“. Und auch über den Aktionstag „quitfacebookday“: http://tinyurl.com/2v2x3rn

Datenschutz bei Facebook – Wie die Privatsphäre erodiert

14. Mai 2010

Da schau her: Was der Nachbar auf Facebook treibt, können Millionen andere sehen – weil er seine Privatsphäre-Einstellungen nicht kennt. Oder kennen will. Facebook wird immer komplizierter, nun regt sich Widerstand. Machen wir uns zu öffentlichen Menschen, oder werden wir dazu gemacht?

Nun hat Facebook umgebaut – und sich Kritik einhandelt. Viele Veränderungen am System des Networking-Dienstes selbst, aber auch an den Nutzungs- und Geschäftsbedingungen haben das einst so private soziale Netzwerk zu einem Ort gemacht, der ähnlich öffentlich ist wie Twitter. Nur, dass viele Nutzer das womöglich nicht ahnen.

Die prägnanteste Darstellung der „Evolution der Privatsphäre“ auf Facebook lieferte vor wenigen Tagen Matt McKeon, der in einer Forschungseinrichtung von IBM arbeitet. Seine bereits in weit mehr als hundert Blog-Einträgen verlinkte Grafik zeigt, wie sich innerhalb von fünf Jahren die Standardeinstellungen des Netzwerkes gewandelt haben: von „fast alles privat“ bis hin zu „praktisch alles öffentlich“. Man kann die meisten Einstellungen zwar ändern – aber der Trend, dem das Unternehmen folgt, ist eindeutig ablesbar.

Ein zentraler Vorwurf ist, dass all die Einstellungen auf Facebook so kompliziert sind, dass kein Mensch sie mehr versteht. „Online-Privatsphäre ist das neue Videorecorder-Programmieren“, titelte der „Business Insider“ schon vor gut einem Monat. Illustriert war der Eintrag mit Screenshots aller Seiten innerhalb von Facebook, auf denen man Privatsphäre-Einstellungen vornehmen kann. Zu sehen waren 25 unterschiedliche Schaltflächen. Zu viel Auswahl, auch das ist eine psychologische Binse, strengt an – da lässt man das Einstellen lieber gleich ganz.

Und das passt ins Konzept: Facebook will immer mehr private Daten standardmäßig öffentlich zeigen – und hat immer kompliziertere Einstellungsmöglichkeiten geschaffen. Diese Politik wird von manchen als aggressiver Akt interpretiert. Auch für Geübte ist es inzwischen schwer zu überblicken, was wann und wo öffentlich auftauchen wird.

Doch der Widerstand gegen diese Entwicklung wächst. Facebook und seine Privacy-Einstellungen sind derzeit das Top-Thema der amerikanischen Tech-Blogs. Mehrere US-Senatoren verlangen Aufklärung und Änderungen von den Betreibern. Eine Truppe Software-Entwickler hat sich zusammengefunden, um ein freies, dezentrales Alternativ-Netzwerk namens „Diaspora“ zu entwickeln – und dafür bis Freitagvormittag fast 130.000 Dollar Spenden eingesammelt. Auch ein Rechtfertigungsauftritt des Facebook-Lobbyisten Eliot Schrage, der sich für die „New York Times“ Leserfragen stellte, konnte die Wogen nicht glätten. Besonders hämisch wurde eine Antwort Schrages aufgenommen, die darauf hinauslief, dass man ja nun selbst schuld sei, wenn man sich bei der Community anmelde.

Wer sich abmelden will, wird emotional unter Druck gesetzt

Danny Sullivan von „SearchEngineLand“ stellte kürzlich fest, dass „how do i delete my facebook account“ („Wie lösche ich mein Facebook-Konto?“) derzeit ein häufig gesuchtes Thema bei Google ist. Gibt man in der englischen Version der Suchmaschine die Buchstaben „dele“ ein, wird einem als Ergänzung „delete facebook account“ vorgeschlagen – was dafür spricht, dass dieser Suchbegriff besonders häufig eingegeben wird.

Wieso die Leute danach suchen? Weil ein Facebook-Profil außerordentlich kompliziert zu löschen ist. Und schon wer es nur zu deaktivieren versucht – die dezentere, weniger versteckte Variante -, bekommt Fotos von engen Freunden präsentiert: „XY wird dich vermissen! Deine x Freunde können dann nicht mehr mit dir in Kontakt bleiben.“ Sullivan vermutet auch, dass Facebook derzeit tatsächlich aktive Nutzer verliert, dies aber verschleiert. Zu verifizieren ist das nicht, Facebook bestreitet Sullivans Berechnungen.

Tatsächlich hat Facebook derzeit wohl kaum Grund, sich über Nutzermangel zu beklagen. Mittlerweile hat das Netzwerk mehr als 450 Millionen Mitglieder. Entweder haben all diese Menschen noch nicht bemerkt, dass sie dort permanent beobachtet werden. Oder es ist ihnen tatsächlich einfach egal.

Danah Boyd schrieb im April, viele Facebook-Nutzer unterlägen noch immer der Illusion, Kontrolle über den Datenfluss zu haben. Und fügte hinzu: „Unglücklicherweise verdeckt dieses Vertrauen die Tatsache, dass die meisten die Privatsphäre-Einstellung und ihre Bedeutung eben nicht verstehen.“

Quelle: Spiegel-Online




Spielraum zwischen Facebook und entnervtem Entfreunden

7. Oktober 2009

„Self-Marketing 3.0. Zwischen 1000 Friends auf Facebook und entnervtem Entfreunden gibt es viel Spielraum. In Ausgabe 11.09 erfahren Sie, wie sich Social Networks sinnvoll für die professionelle Selbstdarstellung nutzen lassen und welche klassischen Self-Promotion-Formen noch zeitgemäß sind.“

Titelstory in PAGE, Ausgabe 11.09, die Ausgabe ist vergriffen, fragen Sie den Designer Ihres Vertrauens danach.

Dankeschön an Lutz Lehning für den Hinweis, habe mir das Heft gekauft, sehr interessanter Artikel und sehr interessante Zeitung.

Eltern versagen bei Online-Schutz ihrer Kinder

7. September 2009

Eltern versagen bei Online-Schutz ihrer Kinder
Pädophile haben laut britischer Polizei zu leichtes Spiel

Eltern ignorieren Online-Gefahren für ihre Kinder (Foto: ceop.gov.uk)
London/Mainz (pte/07.09.2009/13:45) – Eltern sind der „Schwachpunkt“ beim Schutz der Kinder vor Online-Gefahren wie sexuellen Übergriffen. Diese Ansicht vertritt der für Jugendschutz im Web verantwortliche britische Polizeichef Jim Gamble in einem aktuellen Interview mit der Times. Zu viele Erziehungsberechtigte würden sich hinter „technologischer Ignoranz“ verstecken, anstatt sich mit Ratschlägen auseinander zusetzen, wie sie ihre Kinder entsprechend vor Internet-Bedrohungen schützen könnten. Der Chef des Child Exploitation and Online Protection Centre (CEOP) http://www.ceop.gov.uk kritisiert, dass Eltern zwar viel darüber reden würden, dass die Kinder im Web geschützt werden müssten. De facto würden sie jedoch keineswegs danach handeln, wie es vonseiten der Behörden und Jugendschutz-Gruppen geraten wird.


„Es ist zu einfach zu sagen: Oh, ich kenn mich nicht mit der Technik aus. So viele Erwachsene gehen auch online und buchen zum Beispiel ihren Urlaub dort“, so Gamble. Wenn es allerdings darum gehe, sich damit zu beschäftigen, wie das eigene Kind im Web geschützt werden kann, würden die meisten Leute die zur Verfügung stehenden Informationen nicht entsprechend anwenden. CEOP verzeichnete im vergangenen Jahr rund 2.500 Meldungen über Fälle, in denen Kindern online einer Bedrohung ausgesetzt waren. Dabei kam allerdings etwa die Hälfte davon nicht von Erziehungsberechtigten, sondern von Teenagern unter 18 Jahren. 89 Prozent davon wiederum drehten sich um sexuelle Übergriffe von Pädophilen.


„Oftmals wissen Eltern nicht darüber Bescheid, welche Gefahren für ihre Kinder im Internet lauern können. Deshalb haben wir auch eine Ratgeberreihe gestartet, die Eltern über solche Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen aufklärt“, sagt Thomas Günter, Justiziar bei http://jugendschutz.net, gegenüber pressetext. Dass sexuelle Übergriffe im Netz auf die leichte Schulter genommen werden, glaubt er nicht. „Den Eindruck habe ich in Deutschland generell nicht. Insbesondere die gesetzlichen Änderungen in den letzten Jahren (Stichwort: Änderungen im Sexualstrafrecht und beim Vorgehen gegen sogenannte Posenangebote im Internet) zeigen, dass dies nicht der Fall ist“, so Günter. Das Vorgehen in diesem Bereich sei auch ein Schwerpunkt der erfolgreichen Arbeit von jugendschutz.net.


Wie aus dem aktuellen CEOP-Jahresbericht hervorgeht, werden vor allem Social Networks Schauplatz sexueller Übergriffe auf Minderjährige. Die Bedrohung nimmt außerdem zu, weil Netzwerke, Instant Messaging sowie mobiler Webzugang die Grenzen zwischen Offline- und Online-Welt zunehmend verschwimmen lassen. „Eltern müssen wissen, was hier passiert und wovon die Bedrohung ausgeht. Es geht nicht um Pädophile, die Fotos sammeln, es geht um Sexualstraftäter, die das Web benutzen, um ihre Opfer zu finden“, warnt Gamble. Viele Eltern würden allerdings die Konfrontation mit den Gefahren scheuen und auch keinen Rat suchen, da sie „unfähig seien, sich mit der harten Realität auseinanderzusetzen“.
Quelle: pressetext.de

Twitter unter der Lupe

2. September 2009

„Die wissenschaftliche Internet-Zeitschrift First Monday hat in ihrer neuen Ausgabe einen Aufsatz über den Micro-Blogging-Dienst Twitter veröffentlicht. Basierend auf der Analyse von rund 300.000 Twitter-Nutzern kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass sich hinter dem Gemisch der Followers und Followees ein zweites Freundes-Netzwerk verbirgt. Dieses Netzwerk soll das eigentliche Gerüst des Micro-Blogging-Angebotes sein.“ heise-online.de, 07.01.2009, …mehr

Jugendschützer beklagen mehr Verstöße im Web

26. August 2009
„ONLINE-PORNOGRAFIE – Jugendschützer beklagen mehr Verstöße im Web denn je. Filme von Hinrichtungen, frei zugängliche Pornos oder rechtsradikale Beiträge: Die zentrale Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet hat im vorigen Jahr so viele Fälle erfasst wie nie zuvor“. Zum Artikel auf Spiegel-Online vom 27.8.2008. Dort auch eine Liste: „DIE MITMACH-PLATTFORMEN DES GEMEINSCHAFTSNETZES“

Wie gefährlich sind soziale Netzwerke für Kinder

26. August 2009
„Wie gefährlich sind soziale Netzwerke für Kinder, was macht eigentlich die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und welche Filterprogramme sind empfehlenswert?“ Mehr: SCHAU HIN! Medienratgeber für Eltern.